Schlaflexikon

Apnoe

Schlafapnoe bedeutet Schnarchen mit Sauerstoffmangel. Die betroffene Person kann dadurch ein paar hundert Mal pro Nacht aufwachen. Der Nachtschlaf ist daher sehr oberflächlich, und die Folgen sind Müdigkeit, Irritabilität, Kopfschmerzen und Gedächtsnisschwächen.

Die Krankheit kann lebensgefährdend sein, da die langen Pausen im Atem Sauerstoffmangel zur Folge haben können. Besteht Verdacht auf Schlafapnoe, muss man sich an einen HNO-Arzt wenden.

Schlafapnoe kann mit Änderungen in der Lebensweise wie z.B. Gewichtsreduktion und Vermeidung von Alkohol und Schlafmitteln behandelt werden. Ferner kann man versuchen, auf der Seite zu schlafen, mit einer Zahnschiene zu schlafen oder sich operieren lassen.

Alpträume

Während des REM-Schlafes können oft angsterfüllte Träume erschreckenden Inhaltes vorkommen, der häufig aus unerfreulichen Elementen wie Tod oder Demütigung herrührt.

10-15% aller Kinder ab drei Jahre haben ab und zu Alpträume, die aber normalerweise mit den Jahren verschwinden. Erwachsene, die gewaltsame Erlebnisse, z.B. Krieg, erfahren haben, können langwierige Probleme mit Alpträumen haben. Im Allgemeinen hat ungefähr 1% der erwachsenen Bevölkerung wöchentliche Alpträume.

Bettbelüftung

RUF Betten der DL-Baureihe sind mit „eingebauter Klimaautomatik“ ausgestattet. Durch den speziellen Kunststoffbeschlag, der im Bettkasten-Innern montiert ist, „schwebt“ der Federholzrahmen wenige Zentimeter über dem Bettunterbau; die eingehängte Umrandung, die nicht auf dem Fußboden aufsteht, lässt die Luft von außen in das Innere des Bettkastens zirkulieren, gewährleistet eine optimale Belüftung und damit ein gesundes Bettklima. Bei allen anderen RUF-Bettunterbauten funktioniert die optimale Belüftung über die „schwebende“ Optik auf Füßen, d. h. also vom Fußboden her, durch gelochte/gestanzte Bodenplatten und bei Doppelbetten über die Mitteltraverse.

Bettkasten

Dieser ist bei RUF Betten prinzipiell frei zugänglich und bietet großzügig Stauraum für Bettwäsche. Alle RUF-Bettkästen sind mit einer optiVENT-Bettkasten-Belüftung ausgestattet, so dass Stockflecken und Schimmelbildung schon gar kein Thema sind.

CE-Kennzeichnung

Die elektromotorisch verstellbaren  Federholzrahmen aus dem Hause RUF sind mit OKIN-Motoren ausgestattet, die die  EU-Konformitätserklärung und die CE-Kennzeichnung erfüllen. Mit der EU-Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller, dass ein von ihm in Umlauf gebrachtes Produkt den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen aller relevanten europäischen Richtlinien entspricht. Sie ist Basis für die CE-Kennzeichnung, also quasi für den sicherheitstechnischen „Reisepass“ des Produktes, denn Waren mit dieser Kennzeichnung dürfen in allen Ländern der EU betrieben und vermarktet werden.

Crutch-Phänomen (Bruxismus)

Nächtliches, unbewusstes Zähneknirschen und Kieferzusammenpressen, das vor allem bei Kindern auftritt, die mit unverarbeiteten seelischen Belastungen zu kämpfen haben. Da sowohl Zähne als auch Kiefergelenke bei diesem Phänomen Schaden nehmen können, ist eine Behandlung empfehlenswert. Es muss, z.B. mit psychotherapeutischer Hilfe, versucht werden, die Ursache des Bruxismus zu beseitigen. Ist das nicht möglich, kann eine speziell von Zahnarzt und Zahntechniker gefertigte Aufbissschiene Abhilfe schaffen, die nachts eingesetzt wird.

Doppelwandigkeit

Von RUF speziell entwickeltes Konstruktionsmerkmal der de luxe-Bettkastenmodelle auf DL-Basis. Diese funktionieren nach einem Prinzip, das beispielsweise in der Architektur erfolgreich zur natürlichen Klimatisierung von Gebäuden bei minimalem Energieaufwand eingesetzt wird. In Kombination mit dem zurückspringenden Sockel und dem über dem Innenbettkasten „schwebenden“ Federholzrahmen sorgt die Doppelwandigkeit für eine optimale Belüftung und damit ein gesundes Bettklima.

Einschlafdauer

Einschlaflatenz; Zeit zwischen dem Hinlegen zum Schlafen und dem eigentlichen Einschlafen. Das Einschlafen wird von der Schlafmedizin z.B. durch das Auftreten für den Schlaf charakteristischer Hirnströme im EEG diagnostiziert.

Einschlafhilfen

Maßnahmen nichtmedizinischer Art, die das Einschlafen erleichtern sollen. Dazu gehören z.B. immer gleiche Einschlafrituale, entspannende Bäder, der Genuss den Schlaf fördernder Getränke (z.B. heiße Milch mit Honig, bestimmte Kräutertees), eine gewisse Ruhephase vor dem Schlafengehen (z.B. das Lesen von nicht aufwühlenden Büchern), Entspannungstechniken oder den Tag vor dem inneren Auge noch einmal Revue passieren zu lassen.

Einschlafritual

Immer gleicher Ablauf zur Beendigung des Tages und zum Einschlafen. Einschlafrituale sind insbesondere für Säuglinge sowie Kinder im Vorschul- und Grundschulalter von großer Bedeutung, denn sie geben Sicherheit und sorgen damit für Entspannung, die für das Einschlafen sehr wichtig ist. Zu den Einschlafritualen für Kinder zählen z.B. das Im-Arm-Halten, das Aufziehen einer Spieluhr, das Erzählen einer Geschichte oder das Vorlesen eines Buchs sowie der Gute-Nacht-Kuss.

Auch Erwachsene können immer gleiche Einschlafrituale die nötige Ruhe und Sicherheit geben, die zum Einschlafen notwendig ist. Zu den Einschlafritualen für Erwachsene zählen z.B. das Lesen einiger Buchseiten im Bett oder das Trinken eines bestimmten Getränks vor dem Schlafengehen.

Entspannung

Lösen seelischer und körperlicher Spannungen. Personen, die entspannt sind, gelingt es leichter einzuschlafen, denn sie befinden sich in einem Zustand der psychischen und physischen Ruhe. Entspannung und Stressabbau kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, z.B. mit Hilfe gezielter Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder dem Verfahren der Muskelrelaxation, aber auch mit Hilfe von Sport, der dabei hilft, Belastungen aller Art zu bewältigen und die Stresshormone abzubauen.

Erwachen

Übergang vom Schlaf in den Wachzustand; im Elektroenzephalogramm feststellbar durch die Veränderung der aufgezeichneten Wellen - es kommen vermehrt Alpha- und Beta-Wellen vor. Eine ganze Reihe von Menschen erwacht nachts häufiger zu ähnlichen Zeiten, zunächst oft ausgelöst durch einen immer wiederkehrenden Außenreiz, z.B. das Schreien des eigenen Babys. Dieses Erwachen kann sich nach einiger Zeit verselbständigen und selbst dann weiter auftreten, wenn der Außenreiz nicht länger existiert. Ist es für die Betroffenen nicht belastend, weil sie gleich wieder einschlafen, stellt diese Durchschlafstörung keinen Grund zur Behandlung dar. Können die Betroffenen jedoch nicht gleich wieder einschlafen, liegen womöglich geraume Zeit wach und empfinden die Situation als sehr belastend, weil sie morgens nicht mehr ausgeruht sind, kann eine medizinische Therapie sinnvoll sein.

EU-Konformitätserklärung

Die elektromotorisch verstellbaren Federholzrahmen aus dem Hause RUF sind mit OKIN-Motoren ausgestattet, die die  EU-Konformitätserklärung und die CE-Kennzeichnung erfüllen. Mit der EU-Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller, dass ein von ihm in Umlauf gebrachtes Produkt den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen aller relevanten europäischen Richtlinien entspricht. Sie ist Basis für die CE-Kennzeichnung, also quasi für den sicherheitstechnischen „Reisepass“ des Produktes, denn Waren mit dieser Kennzeichnung dürfen in allen Ländern der EU betrieben und vermarktet werden.

Federholzrahmen

Der Federholzrahmen dient als Unterfederung; er ergibt zusammen mit Ihrer individuell gewählten Matratze Ihr ganz persönliches Schlafsystem. RUF Betten bietet Federholzrahmen von starr bis flexibel, mit engem oder weitem Federleisten-Abstand, zum Einlegen in RUF- oder Fremdbetten oder fest eingebaut in die RUF-Bettkästen.

Federkerne

Als Federkerne bezeichnet man ein System von miteinander verbundenen Einzelfedern; die Tragkraft der Federn ist so bemessen, dass sie den Körper an allen Stellen, an denen er aufliegt, gleichmäßig abstützen und gleichzeitig eine waagrechte Körperhaltung gewährleisten. Federkernmatratzen sind sowohl punkt- als auch flächenbelastbar und zeichnen sich durch gutes Wärmerückhaltevermögen sowie ausgezeichneten Feuchtigkeitstransport aus.

RUF verwendet für seine Federkernmatratzen „Druckfedern“ aus hochwertig vergütetem Stahldraht, die bei Belastung nachgeben und bei Entlastung wieder in ihre Ausgangslage zurückkehren.

Fitness und Schlaf

Bewegung sorgt für eine natürliche Müdigkeit, die den Nachtschlaf fördert. Fitness erhöht aber den Blutdruck, den Puls und die Temperatur, die alle vor dem Schlaf das normale Niveau erreichen müssen. Es empfiehlt sich daher, einen 3-stündigen Abstand zur Schlafenszeit einzuhalten.

Flächenelastizität

Begriff aus der Matratzenforschung: die Matratze stützt den Körper an allen Stellen, an denen er aufliegt, gleichmäßig ab.

Gähnen

Bei meist stark geöffnetem Mund erfolgendes, heftiges Einatmen, das reflexartig und oft als Folge von Außenreizen (z.B. das Gähnen anderer) abläuft und als Zeichen für Müdigkeit oder Langeweile gedeutet wird. Ein einzelnes Gähnen dauert im Schnitt sechs Sekunden und trägt zu einer Beschleunigung des Herzschlags bei, was wiederum dafür sorgt, dass die Körperzellen aufgrund der stärkeren Pumpleistung des Herzens stärker mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Wodurch genau der Gähnreiz ausgelöst wird, ist bislang noch nicht vollständig bekannt. Vermutet wird jedoch, dass ein Zusammenspiel verschiedener Neurotransmitter, u.a. Dopamin, Serotonin und Oxytocin, daran beteiligt ist. Auch der Nutzen des Gähnens ist noch nicht identifiziert. Angenommen wird, dass es in früheren Zeiten zur Synchronisation von Zeitabläufen in sozialen Verbänden diente, dass z.B. es Mitgliedern einer Sippe als Signal diente, ins Bett zu gehen. Dafür spräche u.a. auch die Tatsache, dass Gähnen ansteckend wirkt. Studien haben ergeben, dass in einer Gruppe, in der eine Person mit dem Gähnen beginnt, sich nach fünf Minuten jeder Zweite vom Gähnen hat anstecken lassen.

Härtegrad

Die Qualtität der RUF-Matratzen wird von der LGA geprüft und getestet. Dabei wird u. a. auch der Gegendruck ermittelt, den eine Matratze einem aufliegenden Gewicht entgegenbringt. Dieser Gegendruck der RUF-Matratzen wird mit dem Härtegrad H 2 = > soft = elastische Matratze, H 3 = > plus = stützende Matratze und H 4 = > super plus = fest stützende Matratze bezeichnet. Der Härtegrad ist ein reiner Prüf- und Hilfswert für die Festigkeit einer Matratze; er hat mit dem persönlichen Härteempfinden nur wenig zu tun. RUF empfiehlt die Ausführung soft (Härtegrad H 2) für Personen mit einem Körpergewicht bis zu 79 kg; die Ausführung plus (Härtegrad H 3) für Personen mit einem Körpergewicht ab 80 kg und super plus (Härtegrad H 4) für Personen mit über 100 kg Körpergewicht. Eine individuelle Liegeprobe ist trotzdem angeraten.

Hypersomnie

Schlafstörung, die sich durch übermäßige Tagesmüdigkeit oder plötzliches Einschlafen am Tage gekennzeichnet ist. Die Ursache liegt nicht darin begründet, dass der Betroffene nachts zu wenig schläft. Eine Hypersomnie kann ein Indiz für eine Schlafapnoe mit häufigen Atemaussetzern und nachfolgenden Weckreaktionen des Körpers sein. Sie wird in der Regel erst dann diagnostiziert, wenn sie über einen längeren Zeitraum besteht. Problematisch ist die Hypersomnie insbesondere deshalb, weil die Betroffenen ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr ausreichend nachgehen können und auch sonst in ihrem Leben stark eingeschränkt sind, z.B. leidet die Fahrtüchtigkeit verständlicherweise stark unter dieser Störung.

Insomnie (Schlaflosigkeit)

Die meisten Menschen erleben irgendwann Schlaflosigkeit, aber für 10-15% der Bevölkerung ist sie schwer und andauernd.

Besonders Personen mit psychischen Krankheiten, wie z.B. Depressive leiden als Symptom der Krankheit oder als Folge der Symptome an Schlaflosigkeit.

Auch viele ältere Personen leiden an Schlaflosigkeit, welches darauf zurückzuführen ist, dass das Schlafmuster sich mit den Jahren ändert, sowie darauf, dass körperliche oder psychischen Krankheiten und erhöhter Arzneiverbrauch Schlafprobleme bewirken können.

Ca. 90 % der Fälle von Schlaflosigkeit haben ganz einfache Gründe und von Schlafmitteln als schnelle Lösung ist abzuraten.

Die Schlaflosigkeit kann vielen Ursachen beruhen:

Zu wenig Wissen.
Oft sind die Klagen über Schlaflosigkeit auf fehlendes Wissen über den Schlafbedarf und die normalen Schlafphasen zurückzuführen. Der Schlafbedarf ist individuell, weshalb fünf Stunden Schlaf für eine Person ausreichend sein können, während eine andere Person neun Stunden benötigt. Ferner muss man daran denken, dass der Schlaf in mehreren Phasen aufgeteilt ist, wobei die REM-Phase besonders am Ende der Nacht mit einem leichten Erwachen beendet wird. Es handelt sich daher nicht um ausgesprochene Schlaflosigkeit oder ein Problem, das angegangen werden muss.

Äussere Störungen.
Die Schlafumgebung soll dunkel, ruhig und von angenehmer Temperatur sein (18-19° C).

Fehlende physische Aktivität.
Bewegung verursacht eine natürliche Müdigkeit, die den Nachtschlaf fördert. Sport erhöht aber den Blutdruck, den Puls und die Temperatur, die alle vor Schlafenszeit das normale Niveau erreichen müssen. Es empfiehlt sich daher, einen 3-stündigen Abstand zur Schlafenszeit einzuhalten.

Geänderter Tagesrythmus.
Schichtarbeit kann Schlafprobleme zur Folge haben, da es viele Schwierigkeiten bereitet, am Tage zu schlafen. Die Konsequenzen sind geminderte Reaktionsfähigkeit und Produktivität, weshalb die Unternehmen akzeptieren müssen, dass nicht alle Menschen für Schichtarbeit geschaffen sind. Lichttherapie kann behilflich sein, die innere Uhr auf den neuen Tagesrythmus einzustellen, während die Einnahme von Schlafmitteln oder Stimulantien abzuraten ist, da sie zur Sucht führen können.

Stress und Krisen.
In solchen Fällen können Schlafmittel auf kurze Sicht helfen, aber auf Sicht müssen stattdessen die stressbezogenen Probleme gelöst werden.

Psychische Krankheiten.
Bei Depressionen, Angst oder psychotischen Zustanden ist medizinische Behandlung notwendig.

Jetlag

Nach einer 6-stündigen Flugreise z.B. nach New York, wird die innere Uhr davon überzeugt sein, dass es z.B. 2 Uhr morgens ist, obwohl es in New York wegen der Zeitverschiebung 20 Uhr abends ist. Die Planung wichtiger Termine abends ist daher unratsam, da man das Gefühl hat, es wäre Nacht, und deshalb müde ist.

Die innere Uhr tendiert aber dazu, den Tag länger zu machen, als er tatsächlich ist, weshalb das Problem sich im Laufe von ein paar Tagen verringert. In der Zwischenzeit muss man dafür sorgen, reichlich Licht am Tagesende zu bekommen, damit die innere Uhr einsieht, dass es immer noch Tag ist. Ferner kann man als Vorbereitung für die Reise später ins Bett gehen und versuchen, lange zu schlafen.

Auf Reisen in die andere Richtung wird die innere Uhr ungefähr sechs Stunden im Rückstand sein, und davon überzeugt sein, dass es bei einer abendlichen Landung mitten am Nachmittag ist. Die Einnahme von Melatonin, Anti-Jetlagtabletten trickst den Körper aus, sodass die innere Uhr glaubt, es ist Nacht.

Kaltschaum

Kaltschaum-Matratzen bestehen aus organischen Rohstoffen, sie sind leicht, antibakteriell, geruchsneutral und recyclingfähig. Sie zeichnen sich aus durch einen hervorragenden Feuchtedurchlass, bieten keinerlei Angriffsfläche für Bakterien und erfüllen somit besonders hohe Qualitätsansprüche. Überdies besonders gut geeignet für elektromotorisch verstellbare Federholzrahmen.

Komforthöhe

Bettunterbauten mit erhöhtem Sockel BK DLS und BK DLX bzw. bei Bettunterbauten mit Wahl der Fußmöglichkeiten die Komfortfüße in 20 cm Höhe sorgen für eine erhöhte Sitz-/Liegefläche, vorteilhaft nicht nur beim Aufstehen und Hinlegen, sondern beispielsweise auch beim Putzen.

Kompakt-Betten

Definition der RUF Betten, bei denen die Grundausstattung des Bettes aus einer fest vorgegebenen Optik von Bettkasten, Tagesdecke und Kopfteil besteht. Frei wählbar sind Stoff, Größe und Komfortausstattung (Matratze und Federholzrahmen). Im Gegenzug dazu unterscheidet RUF die Systembetten, bei denen alle Komponenten aus einer Vielzahl von Systembausteinen frei wählbar sind.

Lordose/ Lordosen-Unterstützung

Als Lordose bezeichnen Mediziner die nach vorn (bauchwärts) gerichtete, natürliche Krümmung der menschlichen Wirbelsäule (rückwärts gerichtet = Kyphose). RUF Betten sind teilweise mit verstellbaren Kopfteilen ausgestattet, die die Wirbelsäule beim Anlehnen speziell im Lordosen-Bereich unterstützen.

Matratze

Gepolsterte Schlafunterlage, die auf dem Lattenrost oder dem Bettrahmen liegt. Es gibt Federkernmatratzen, Matratzen aus Schaumstoff, Latex und Naturmaterialien. Die Wahl der Matratze ist abhängig davon, welchen Härtegrad der Unterlage eine Person beim Schlafen bevorzugt. In jedem Fall sollte man eine Matratze wählen, die den Körper gut abstützt. Beim Liegen sollte sich keine Kuhle bilden, die Matratze sollte aber auch nicht so hart sein, dass der Körper nicht auch ein wenig einsinken kann. Eine zu harte oder zu weiche Matratze kann zu Schlafstörungen führen. Nach etwa sieben bis zehn Jahren, abhängig von ihrer Qualität, sollte die Matratze ausgetauscht werden.

Müdigkeit

Gefühl, welches das Schlafbedürfnis des Körpers anzeigt. Müdigkeit tritt z.B. infolge von Anstrengungen, nach einer gewissen Wachzeit oder aber auch von Schlafentzug bzw. Krankheiten ein. Dauerhafte Müdigkeit ist häufig ein Indiz für eine organische oder seelische Krankheit, z.B. für eine Depression. Müdigkeit kann zu einer verringerten Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, zu mangelnder Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit sowie zu Reizbarkeit und Unausgeglichenheit führen. Das beste Mittel, nichtorganischer Müdigkeit entgegenzuwirken, ist selbstverständlich eine ausreichende Menge Schlaf; die meisten Erwachsenen brauchen durchschnittlich sieben bis acht Stunden pro Nacht, um sich morgens ausgeschlafen und erholt zu fühlen.

Mikroschlaf

Nur ganz kurz (oft nur Sekunden) dauernde Schlafepisoden, die unwillkürlich eintreten können, wenn jemand sehr müde ist, z.B. aufgrund seiner Berufsausübung eine geraume Zeit lang nicht schlafen konnte.

Minutenschläfer

Lebewesen, die aufgrund der äußeren Gegebenheiten im Allgemeinen nur kurze Zeit (meist nur wenige Minuten) am Stück schlafen können. Zu den Minutenschläfern zählen insbesondere die Tiere, die von anderen in der Natur gejagt werden und für die es gefährlich wäre, längere Zeit am Stück zu schlafen.

Mittagsschlaf

Nickerchen, Nap; Tagschlafepisoden von kurzer Dauer (fünf bis 90 Minuten), die der Erholung zwischendurch dienen sollen. Schlafforscher konnten nachweisen, dass nach einem kurzen Schlaf am Tag (vor allem während des Mittagstiefs) die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden kann. Allerdings sollte der Mittagsschlaf nicht zu lange dauern, um eine Tiefschlafphase zu vermeiden, denn sonst kann es passieren, dass man sich nach dem Schlafen nicht erholt, sondern noch matter fühlt.

Mondsucht

Verrichten von Tätigkeiten während des Schlafs ohne zu erwachen - angefangen vom Aufsetzen im Bett, bis hin zum Gehen und der Durchführung von Handlungen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Schlafwandeln findet nur in den Tiefschlafphasen statt, nicht während des REM-Schlafs, in dem der Muskeltonus herabgesetzt ist. Schlafwandeln wird von der Medizin als Störung des Aufwachmechanismus beurteilt. Bei Kindern, die häufiger vom Schlafwandeln betroffen sind, als Erwachsene, ist oft eine Unreife des zentralen Nervensystems ursächlich für das Phänomen. Meistens hört das Schlafwandeln deshalb auch während bzw. nach der Pubertät auf. Zu den Auslösern gehören oft seelische Belastungen oder anderweitiger Stress, oft auch Fieber oder Außenreize, z.B. Licht (Vollmond, Straßenlaterne oder Ähnliches). Tritt das Schlafwandeln im Erwachsenenalter noch häufiger auf, kann ihm auch eine Persönlichkeitsstörung zugrunde liegen. Eine erbliche Veranlagung für das Schlafwandeln konnte ebenfalls nachgewiesen werden. Schlafwandler lassen sich nur schwer aufwecken; direkt während des Schlafwandelns sollte man dies auch besser unterlassen, da es die Betroffenen irritieren könnte. An das eigentliche Schlafwandeln besteht nach dem Aufwachen keine Erinnerung. Eine Behandlung ist meistens nicht notwendig, es sei denn, dass sich die schlafwandlerischen Episoden stark häufen oder im Erwachsenenalter noch auftreten. Unter Umständen kann eine Psychotherapie hilfreich sein, z.B. wenn seelischer Stress als Ursache für das Schlafwandeln ausgemacht wurde. Bei Erwachsenen werden auch Medikamente (u.a. Antidepressiva, Benzodiazepine) eingesetzt.

Nachtschwärmer oder Frühaufsteher

Ob man zu den Frühaufstehern oder Nachtschwärmern gehört, ist von unserer biologischen Uhr abhängig, die sich in Form von Nervenzellen in einem Zentrum neben der Hypophyse an der Unterseite des Gehirns befinden. Dieses Zentrum wird auch Hypothalamus genannt. Es wird unter anderem durch die Lichtmenge oder die Dunkelheit, die die Augen aufnehmen, gesteuert. Der Hypothalamus steuert das Hormonsystem, die Körpertemperatur, Hunger, Durst, Wut und Freude – und entscheidet auch, ob wir Frühaufsteher oder Nachtschwärmer sind.

Narkolepsie

Einer von 200 Menschen leidet an Narkolepsie, volkstümlich auch 'Schlafkrankheit' oder 'Schlummersucht' genannt. Es handelt sich um regelrechte Schlafanfälle von bis zu 20 Minuten, zwei bis sechs Mal pro Tag. Die Anfälle können jederzeit kommen, weshalb sie nicht nur unangenehm, sondern gefährlich sind.

Die Symptome sind starke Tagesschläfigkeit, plötzliche, kurze Erschlaffung der Muskulatur, Halluzinationen in der Übergangsphase vom Wachzustand zum Schlafen und Schlaflähmungen, d. h. man kann sich trotz klaren Bewusstseins nicht mehr rühren.

Narkolepsie lässt sich medizinisch behandeln.

Oneirismus

Schenck-Syndrom; (griech.; oneiros, der Traum); Verhaltensstörung im REM-Schlaf, bei der die schlaffe Muskellähmung während dieses Schlafstadiums entfällt und der Schlafende als Folge ruckartige, oft sehr heftige Bewegungen durchführt, durch die er sich selbst oder andere unter Umständen sogar gefährden kann. In vielen Fällen kann keine Ursache gefunden werden, nicht selten liegt dem Oneirismus auch eine neurologische Störung (z.B. Demenz) zugrunde. Behandelt wird der Oneirismus u.a. mit Hilfe trizyklischer Antidepressiva.

optiVENT-Bettkasten-Belüftung

Alle RUF-Bettkästen sind mit einer optimalen Bettkasten-Belüftung ausgestattet, entweder über die Doppelwandigkeit, über gelochte/gestanzte Bodenplatten und Fußfreiheit oder – bei vielen Doppelbetten – über die Mitteltraverse. So werden Stockflecken und Schimmelbildung vermieden, stattdessen herrscht immer ein gesundes Bettklima vor.

Pflege von Matratzen

Wir empfehlen Ihnen beim Wechsel der Spannbetttücher die Matratze zu drehen, sowohl in Längs- als auch in Querrichtung. Bei fixierten Matratzen mit abziehbarem Bezug muss der Kern regelmäßig gedreht werden (z.  B. RUF-Boxspring-Matratzen). Dadurch wird die Belastung besser verteilt und die Nutzungszeit Ihrer Matratze wird verlängert. Außerdem sollten Sie für täglich ausreichende Belüftung und die richtige Raumtemperatur sorgen (siehe auch „Raumklima“ und „Schimmelbildung“). Nur so kann die Matratze die in der Nacht aufgenommene Feuchtigkeit wieder optimal abgeben.

Power Nap

Es ist personenabhängig, ob man ein kleines Nickerchen von ein paar Sekunden oder einer Viertelstunde machen kann, um sich danach erholt und ausgeruht für den Rest des Tages zu fühlen.

Der Bedarf an einem Power Nap nachmittags ist daher individuell, aber die Einführung einer betrieblichen Nachmittagspause ist trotzdem eine gute Idee. Kann man nicht schlafen, kann die Pause für Bewegung oder Meditation benutzt werden.

QLX-Boxspring-System

Ein neuartiges System von intelligent aufeinander abgestimmten Schlafkomfort-Ebenen – eintauchen, dämpfen, Druck verteilen, stützen – die ein schwereloses und äußerst komfortables Liegen und Schlafen ermöglichen; von RUF Betten entwickelt und zum Patent angemeldet.

Relaxversteller

Serienmäßig bei allen RUF Betten mit manueller Federholzrahmen-Verstellung (Ausnahme: BASIC). Ermöglicht das leichte Hochstellen des Federholzrahmens im Fußbereich und somit das Hochlagern müder Beine. Vorteilhaft für den Rückfluss des Blutes zum Herzen, somit entlastend für das Herz-Kreislauf-System.

REM Phase

Der REM-Schlaf ist ein Bewusstseinszustand, in dem der Körper im Laufe der Nacht heftige Aktivitäten erlebt, mit unregelmäßiger und kräftiger Atmung, niedriger Körpertemperatur, hohem Herzrhythmus und Augen, die sich von Seite zu Seite bewegen. Man träumt 80% der Zeit, was durchschnittlich vier Stunden pro Nacht entspricht.

Nach jeder REM-Phase gleitet der Körper in einen tiefen Schlaf, der für den physischen Wiederaufbau des Körpers verantwortlich ist. Während des Tiefschlafes produziert der Körper viele der Hormone, die Stress und Krankheiten entgegenwirken, da die „Verteidigungstruppen“ des Körpers – die Abwehrzellen – erneuert werden und somit das Immunsystem stärken.

Schlafsystem

Unter Schlafsystem versteht man das harmonische Zusammenspiel von Unter- und Oberfederung, also von Federholzrahmen und Matratze. Die beste Unterfederung nützt nichts, wenn die Matratze ihre Wirkung nicht in Feinabstimmung auf den Körper übertragen kann. Umgekehrt kann es sein, dass die beste Matratze ihre Wirkung bei einer ungeeigneten oder defekten Unterfederung nicht zur Geltung bringen kann. Die beiden Komponenten müssen also optimal aufeinander abgestimmt sein, um von einem gesunden Schlafsystem sprechen zu können.

Schlafwandeln

Vier bis acht Jahre alte Kinder schlafwandeln unter allen Altersgruppen am häufigsten und das Phänomen verschwindet in der Regel mit den Jahren. Diese nächtlichen Spaziergänge sind eigentlich harmlos, aber man sollte selbstverständlich auf evt. Gefahren wie z.B. ein offenes Fenster aufmerksam sein.

Sitz- und Liegehöhe

Höhe eines Bettunterbaus/Bettkasten mit Fuß bei einliegender Standard-Matratze und einliegendem Standard-Federholzrahmens, die jedoch modelltypisch unterschiedlich definiert sein können.

Systembetten

Bausteinprogramme, die sich durch eine weitgehende individuelle Konfigurierbarkeit der jeweiligen Betten auszeichnen – und zwar sowohl in puncto Innenleben, als auch im Hinblick auf die äußere Form. RUF bietet Systembetten für jeden Geschmack und Geldbeutel. Jeweils eine Fülle von Bausteinen versetzen den Käufer in die Lage, sich sein persönliches Wunschbett zusammenzustellen. Im Gegensatz dazu stehen die Kompaktbetten, die zwar hinsichtlich ihres Innenlebens und ihrer stofflichen Ausstattung ebenfalls frei gestaltbar sind, nicht jedoch hinsichtlich der Form (Ausnahme: Fußformen bei einigen Bettunterbauten).

Tagtraum

Im Wachen eintretende Fantasie, der eine Person über einen gewissen Zeitraum nachhängt und über die sie kurzzeitig ihre Umwelt vergessen kann.

Tiefschlaf

Die Schlafstadien, aus denen eine Person nur durch stärkere Reize geweckt werden kann. In der Regel sind mit dem Tiefschlaf die Stadien Non-REM 3 und 4 gemeint, die vor allem in der ersten Nachthälfte länger andauern und mit zunehmender Schlafdauer und daher meist zum Morgen hin abnehmen.

Träume

Träume sind eine Art nächtlicher Phantasien, die jeder ein paar Stunden lang pro Nacht hat, auch wenn man sich am nächsten Morgen an nichts erinnert. Bis zu einem gewissen Grad spiegeln die Träume unsere Erlebnisse und menschlichen Beziehungen sowie Gefühle, Werte und Konflikte in Beziehungen wieder.

Die lebendigsten Träume kommen oft während des REM-Schlafes vor, der von mehr mit Gefühlen geladenen Träumen geprägt ist, als die übrigen Schlaf-Phasen. Oft wird man morgens nach einer REM-Phase aufwachen und wenn man kann und will, erinnert man sich an Bruchstücke oder den Schluss des Traumes. Zwischen 10 und 20% erinnern sich an nichts von ihren Träumen, aber es hilft, ganz still zu liegen, um dadurch in dem Traum zu bleiben und ihn wieder zu erleben.

Die Frage ist immer noch, welche Bedeutung Träume haben, und warum sie eigentlich entstehen. Früher waren Psychotherapeuten u.ä. der Meinung, Träume seien der Weg zum Unbewussten, und deshalb waren sie ein wichtiges Werkzeug zur Einsicht in die Psyche der Patienten. Heute wird eher diskutiert, ob Träume eine Rolle für das Erlernen und Gedächtnis spielen. Die Forscher haben aber noch keine endgültigen Antworten gefunden.

Unterfederung

Neben der Matratze der zweite wesentliche Bestandteil eines Schlafsystems. Die bekannteste und am häufigsten verwendete Methode der Unterfederung ist die mittels Federholzrahmen. Eine Sonderform stellt der QLX-Boxspring dar sowie die Dreifach-Komfortfederung. Für ein optimales Schlafsystem müssen Matratze und Unterfederung perfekt aufeinander abgestimmt sein und in ihren Eigenschaften zusammenwirken.

Verzögertes Schlafphasen-Syndrom

Bezeichnung für die regelmäßige Verschiebung des Schlafeintritts weit nach hinten, oft bis in die frühen Morgenstunden. Problematisch ist für die Betroffenen, morgens zur gewünschten Zeit aufzustehen und im Beruf und Alltagsleben voll leistungsfähig zu sein, da sie zu anderen Zeiten ihr körperliches und geistiges Hoch haben als die meisten anderen Menschen. Sie leben ebenfalls in einem 24-Stunden-Rhythmus, nur ist der nicht an den Tag-Nacht-Rhythmus angepasst.

Vollmond

Der Vollmond soll dem Volksglauben zufolge einen Einfluss auf das Schlafverhalten ausüben können. So sollen z.B. vor allem Kinder und Frauen in ihrem Schlaf durch den Vollmond beeinträchtigt werden. Durch wissenschaftliche Studien konnte der Einfluss des Vollmonds auf den Schlaf bislang noch nicht belegt werden.

Wachphasen

Zeiträume, in denen der Schlaf unterbrochen ist und sich auch im Elektroenzephalogramm (EEG) die charakteristischen Zeichen für den Wachzustand ablesen lassen.

Wecken

Durch äußere Reize ausgelöster Übergang vom Schlafen zum Wachen. Während des Tiefschlafs ist es teilweise recht schwierig, eine Person aufzuwecken, in den Schlafstadien Non-REM 1 und 2 reichen in der Regel bereits leichte Reize aus.

Winterschlaf

Schlafähnlicher Zustand bzw. eine Form der Bewusstlosigkeit, in dem bestimmte Tiere (insbesondere Säugetiere) einen Teil des Winters verbringen. Während des Winterschlafs sind ihre Körperfunktionen stark reduziert und sie leben von zuvor angefressenem Körperfett.

Zonen

Gemeint sind sogenannte Liegezonen bei Matratzen, die unterschiedlich fest ausgeprägt sind, d. h. je nach Körperpartie ein tieferes Einsinken (Schulter-/Beckenbereich) in die Matratze ermöglichen und so für ein anatomisch korrektes Liegen sorgen. Die Wirbelsäule wird dabei stets in ihrer natürlichen S-Form abgestützt.