Das Kreuz mit dem Rücken – gezielt vorbeugen.

Stress häufigster Auslöser

Nach dem Aufstehen zieht und schmerzt es im Rücken – für viele inzwischen eine alltägliche Selbstverständlichkeit, denn fast 80 % der 30 - 60 Jährigen leiden in Deutschland bereits unter Rückenschmerzen. Was viele nicht wissen, die häufigste Ursachen sind neben dem klassischen Verschleiß – die Arthrose der Wirbelsäule – vor allem psychische Ursachen. So verkrampft die Rückenmuskulatur durch beruflichen und privaten Stress. Die Folge sind Verspannungen und Muskelverhärtungen, die am Ende zu Rückenschmerzen führen können. Abhilfe können hier vor allem Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga und autogenes Training schaffen. Hier wird gezielt gelehrt, wie man Stress abbaut. Wer diese Techniken 2-3 Mal in der Woche anwendet, wird in der Regel schnell eine deutliche Besserung feststellen.

Vorbeugetipps auf einen Blick

Wer bereits die ersten Probleme mit seinem Rücken verspürt oder gezielt vorbeugen will, für den gibt es einige wichtige Vorbeugemaßnahmen:

Richtiges Aufstehen
Gleich morgens können wir unserem Rücken Gutes tun. Indem wir für eine richtige Sitz- und Liegehöhe bei unserem Bett sorgen. Die früher so beliebten Futonbetten sind denkbar ungeeignet für unseren Rücken. Denn hier muss die ganze Kraft beim Aufstehen und Hinlegen aus dem Rücken kommen.Besser: Wenn Sie auf der Bettkante sitzen, sollte der Winkel im Knie zwischen Ober- und Unterschenkel 90 Grad betragen – eher mehr statt weniger!

Richtiges Sitzen
Vermeiden Sie stundenlanges Sitzen in gleichförmiger Körperhaltung. Ändern Sie mehrfach Ihre Sitzposition. Stehen Sie häufiger auf und strecken Sie sich. Vermeiden Sie einen runden Rücken. Achten Sie auf die richtige Sitzhöhe. Beide Füße sollten vollständig den Boden berühren und die Kniegelenke sollten mindestens um 90 Grad gebeugt sein.

Richtiges Tragen
Verteilen Sie Lasten auf beide Arme. Nehmen Sie zwei Einkauftaschen anstatt einer großen.

Richtiges Heben
Nehmen Sie Lasten nahe an den Körper und immer aus der Hocke auf. Beugen Sie beim Heben nicht die Wirbelsäule und führen Sie keine Drehbewegungen des Oberkörpers aus. Halten Sie den Rücken gerade.

Bei der Hausarbeit
Vermeiden Sie unnötiges Bücken. Nutzen Sie einen langen Wischmopp und ein langes Staubsaugerrohr. Vermeiden Sie einen krummen Rücken. Gehen Sie in die Hocke oder knien Sie auf einem Bein.

Richtig Liegen - Wie man sich bettet...
Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens im Liegen. Die liegende Position ist für die Wirbelsäulenmuskulatur entlastend und die Bandscheiben haben die Möglichkeit „aufzutanken“. Zu wenig Entspannungsphasen und Liegeruhe führen zu einer ungenügenden Regeneration und Ernährung des Bandscheibengewebes. Besonders entscheidend ist dabei die Wahl der Matratze und des Federholzrahmens. Sie sollten exakt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Denn ist die Unterlage (Matratze & Lattenrost) beim Liegen sehr weich, so bildet sich eine Längsmulde mit tiefster Stelle am Schwerpunkt des liegenden Körpers, also der oberen Lendenwirbelsäule. Dadurch kommt es beim Liegen in Rückenlage zu einer Durchbiegung der Lendenwirbelsäule nach hinten, in Seitenlage zu einer seitlichen Verbiegung. Im Gegensatz dazu: Ist die Unterlage zu hart, so entstehen einerseits an verschiedenen Stellen Hohlräume, während andererseits Hüft- und Schulterpartie mit hohem Druck auf die Unterlage gepresst werden. Bei einer optimalen Unterlage sind Hohlräume gestützt und die Körperrundungen wie Hüft – und Schulterpartie sanft abgefedert.

Nehmen Sie sich die Zeit und informieren Sie sich umfassend vor dem Kauf eines neuen Bettes oder eines neuen Bett-Innenlebens. Informationen dazu finden Sie in unserem Kapitel Matratzen, Federholzrahmen und Komfortsysteme. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit Ihrem Fachhändler, der Sie gerne kompetent berät und Ihnen beim Finden des für Sie am besten geeigneten Liegesystems behilflich ist. Unbedingt daran denken: Probeliegen!